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Laserschweißen |
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Das Schweißen von Thermoplasten und Thermoplastischen Elastomeren mittels Laserstrahlung hat gegenüber den klassischen Verfahren, wie dem Kleben oder Schrauben, eine Reihe von Vorteilen.
- Das Verfahren ist berührungslos und
dadurch nahezu verschleißfrei.
- Die Energieeinbringung findet nur lokal, also nur an der zu schweißenden
Stelle statt
- Es sind luft-, gas- und wasserdichte, nicht sichtbare Schweißnähte
herstellbar
- In der Regel ist keine Vor- oder Nachbearbeitung nötig
- Es besteht die Möglichkeit dreidimensionaler Nahtgeometrien
- Der Schmelzeaustrieb ist gering oder gar nicht vorhanden
- Hohe Reproduzierbarkeit
- ...
Jedes Verfahren hat aber auch Nachteile.
- So sind die Investitionskosten auf den ersten
Blick relativ hoch
- Es werden Werkstoffe mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften benötigt
- Bei komplexen und/oder großen Bauteilen kann die Spannvorrichtung
aufwändig werden
Wie funktioniert das „Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen“?
Bei den meisten Fügeverfahren spielt die
Einbringung der Energie in die Werkstoffe eine große Rolle. Ob durch
Wärmeleitung (z.B. Heizelementschweißen), durch Konvektion (z.B.
Warmgasschweißen), durch Reibung (z.B. Ultraschall- oder Vibrationsschweißen),
durch Induktion (z.B. elektromagnetische Schweißen), durch Wärmestrahlung
oder Licht- bzw. Laserstrahlung. Das Laserdurchstrahlschweißen nimmt
dabei eine immer wichtigere Rolle ein.

Der Schweißprozess kann mit unterschiedlichen Verfahren überwacht werden.
Zum einen besteht die Möglichkeit, während dem Prozess die entstehende Wärme in der Schweißnaht, bzw. die Wärme, welche bis zur Kunststoffoberfläche gelangt, mittels Wärmebildkamera zu messen. Weichen die Messwerte von den Sollwerten ab, können die Istwerte optimiert werden oder das Bauteil als Ausschuss deklariert werden.

Beim Laserschweißen von Kunststoffen sollten die
Werkstoffe einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Neben der nötigen
Wiederaufschmelzbarkeit sollten die zu verschweißenden Polymere möglichst
überlappende Erweichungsbereiche oder Schmelzpunkte besitzen, damit nicht
ein Kunststoff thermisch zerstört wird, während der andere noch
nicht in den schmelzeflüssigen Zustand übergegangen ist. Eine weitere
Vorraussetzung ist eine Verträglichkeit der Schmelzen, damit eine Verbindung
entstehen kann. Darüber hinaus muss der absorbierende Kunststoff zur
Absorption in der Laser-Wellenlänge fähig sein (z. B. 800 nm, 940
nm, 1064 nm).

Farbmittel (Pigment oder Farbstoff) haben einen erheblichen Einfluss auf die optischen Eigenschaften und somit auf das Laserschweißen von Kunststoffen. Farbstoffe sind löslich in der Kunststoffmatrix, liegen also als Atome oder Moleküle vor. Pigmente hingegen haben eine Kornstruktur, an welcher der Laserstrahl leichter absorbiert werden kann. Dabei spielt allerdings die chemische Zusammensetzung eine große Rolle. Die optische Wirkung der Buntpigmente beruht auf ihrer Eigenschaft, einen bestimmten Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes zu absorbieren. Falls die Laserwellenlänge und die selektive Lichtabsorption übereinstimmen, wird der Laserstrahl vom Pigment absorbiert.
Es sollte jede Anwendung einzeln geprüft
werden, da eine allgemeine Vorhersage des Einflusses von Farbmitteln nur schwer
möglich ist.

